Willkommen auf der Website der Gemeinde Seuzach



Sprungnavigation

Von hier aus k�nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Neuigkeiten


Rückstände von Pflanzenschutzmitteln im Grund- und Trinkwasser

 

In der Sonntagszeitung erschien am 9. Februar 2020 ein weiterer Artikel zum Thema Pestizide im Wasser. Bereits am 31. Januar 2020 wurde im Tages-Anzeiger über die vom Bund festgelegten Massnahmen berichtet, wie die "Verunreinigungen" durch Pflanzenschutzmittel und deren Abbaustoffe zu minimieren sind.

Im letzten Jahr war der Grenzwert von Chlorothalonil-Sulfonsäure, bekannt unter dem Metabolit R417888 (Abbauprodukt), in aller Munde. Die Wasserversorgung Seuzach hat auf die überhöhten Konzentrationen sofort reagiert und das Mischverhältnis mit unbelastetem Trinkwasser der Stadt Winterthur optimiert. Das regelmässig beprobte Trinkwasser hält ab Januar 2020 den Grenzwert dafür ein.

Der Bund hat per 1. Januar 2020 ein Verbot für den Verkauf und den Einsatz von Chlorothalonil erlassen. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat per 31. Januar 2020 die Beurteilung, ob ein Wirkstoff oder ein Abbauprodukt (Metabolit) eines Wirkstoffes als relevant eingestuft wird, aktualisiert. Seit diesem Datum werden neun weitere Metaboliten des Wirkstoffes Chlorothalonil und nicht mehr nur die Sulfonsäure als relevant eingestuft. In der Sonntagspresse wurde Seuzach als Gemeinde erwähnt, bei welcher der Grenzwert eines neu als relevant eingestuften Abbauproduktes (Typ R471811) überschritten ist. Der gemessene Wert von 0,77 μg/l datiert jedoch vom Mai 2017 und stammt aus dem Programm "NAQUA-Pilotstudie Screening 2017".

Mit dem Anwendungsverbot von Produkten, die das Fungizid Chlorothalonil enthalten, wird der Eintrag in die Umwelt (Boden, Grundwasser, Trinkwasser) unterbunden. Es ist daher zu erwarten, dass die Konzentrationen und die Belastung des Grundwassers zurückgehen. Wie schnell dieser Rückgang erfolgt, kann nicht vorhergesagt werden. Zudem ist die Geschwindigkeit des Rückgangs nicht nur von den stofflichen Eigenschaften der einzelnen Metaboliten, sondern auch von zahlreichen lokalen Gegebenheiten abhängig (z. B. Bodeneigenschaften, Erneuerungsrate des Grundwassers).

Trinkwasser mit überhöhten Konzentrationen von relevanten Metaboliten würden nicht mehr den aktuellsten Anforderungen entsprechen. Gestützt auf Ausführungen des Bundes und des Kantons besteht jedoch keine unmittelbare oder akute Gesundheitsgefährdung beim Genuss des Trinkwassers. Die Wasserversorgung Seuzach wird trotzdem das Mischverhältnis weiter erhöhen, weitere Proben nehmen und die Belastung der neu als relevant eingestuften Metaboliten prüfen lassen.

Die Untersuchungen zum Abbau der Rückstände, die Analyse von Handlungsoptionen und der Entscheid über die verhältnismässigen und zielführenden Massnahmen wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Bevölkerung wird weiterhin laufend informiert.

Beat Meier
Gemeindeschreiber

________________________________________________________________________

Weitere Informationen zum Thema:
Bundesamt - www.blv.admin.ch
Kantonales Labor – www.kl.zh.ch
Fachverband - www.svgw.ch
Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Chlorthalonil
20 Minuten - https://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Der-Bund-reagiert-beim-Trinkwasser-in-Panik--15248997



Datum der Neuigkeit 11. Feb. 2020


Druck Version PDF