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14.08.2022 09:26:14


Workshop zur Planung Schulhaus Rietacker

Die alte Turnhalle Rietacker war am 13. Januar 2022 Schauplatz eines umfassenden Workshops der beiden Behörden mit Auslegeordnung und dem berühmten Blick in die Zukunft. Es sollte damit ein gemeinsames Verständnis über die grundlegenden Dimensionen des Projekts geschaffen werden, insbesondere bezüglich Bedarf, Dringlichkeit, Grösse und Umfang, weiteres Vorgehen, den Zeitrahmen und die Projektorganisation.

Im Rietacker soll ein funktionales und modular aufteil- und erweiterbares Schulhaus entstehen, welches unserer Gemeinde ein modernes und zukunftstaugliches Gesicht gibt und zeigt, dass Bildung bei uns grossgeschrieben wird. Gemeindepräsidentin Katharina Weibel begrüsste ihre Kollegen des Gemeinderates, die Schulpflegemitglieder und Vertretungen der Bauverwaltung, der Schulleitung und der Lehrerschaft. Beim geplanten Neubau Schulhaus Rietacker handelt es sich um das mit Abstand grösste Bauvorhaben der jüngeren Geschichte der Gemeinde und um das wichtigste Projekt der nächsten Legislatur. Eine solche Planung bedeutet sehr viel Arbeit, viele Einzelschritte und Meilensteine und vor allem eine stete, offene und transparente Kommunikation an die Adresse der Bevölkerung.

 

Ist- und Sollanalyse

Zuerst ging es um eine umfassende Auslegeordnung inklusive Präsentation einer Ist und Sollanalyse des schulischen Raums der Gemeinde. Gemeinderat Marcel Knecht präsentierte die wichtigsten Erkenntnisse aus der abgeschlossenen Standort- und Zustandsanalyse des Schulhauses Rietacker. Die Gemein de hatte eine solche Zustandsbewertung der Schulliegenschaften in Auftrag gegeben, um langfristige Investitionen besser abschätzen bzw. planen zu können. Der Kern des Schulhauses wurde 1933 und 1948 gebaut. 1989 und 2003 kamen die beiden provisorischen Schulräume hinzu. Dank den sehr guten Unterhaltsarbeiten konnte die Infrastruktur deutlich über die zu erwartende Zeitspanne genutzt werden. Die Zustandsanalyse zeigt jedoch klar auf, dass bei den Provisorien und insbesondere der Gebäudetechnik und Heizung dringender Handlungsbedarf besteht um die bestehende Infrastruktur zu sanieren.

 

Die Bedürfnisse ändern sich

Schulpflegepräsident Egon Watzlaw und Schulleiter Christian Amsler präsentierten die schulischen Bedürfnisse aufgrund einer Ist-/Soll-Analyse und skizzierten, welche Bedürfnisse einer modernen Schule das neue Schulhaus abzudecken hätte. Die Schule hat sich stark gewandelt. Die Schule von heute ist eine total andere Schule als die Schule von 1933 (Baujahr des «Bananen»-Teils des bestehenden Schulhauses Rietacker)! Sie hat sich klar vom damaligen Verständnis «Ich und meine Klasse in meinem Schulzimmer» hin zu einem «Wir und unsere Schule» entwickelt. Heute gibt es vielfältige und offene Lernmethoden, Gruppenlernen und diverse Spezialdienste im Schulhaus wie schulische Heilpädagogen SHA, Logopädie, Deutsch als Zweitsprache DaZ oder schulische Sozialarbeit SSA. Tagesstrukturen oder gar Tagesschulen sind Teil eines modernen Angebotes einer Gemeinde. Auch platzt das bestehende Raumangebot aus allen Nähten. Die präsentierten Schülerzahlen der kommenden Jahre zeigen, dass Seuzach nach wie vor eine stark wachsende Gemeinde vor den Toren Winterthurs ist.

 

Weiterhin drei Standorte

Aufgrund der bestehenden komplexen Schulinfrastruktur mit insgesamt sieben Standorten (drei Primarschulhäuser und vier Kindergärten) muss rund um den Schulhausneubau vernetzt und weitsichtig geplant werden. Sowohl Gemeinderat als auch Schulpflege hatten sich bereits vor diesem Workshop klar dafür entschieden, auch künftig an den drei Primarschulhaus-Standorten Ohringen, Birch und Rietacker festzuhalten. Der Standort Rietacker zeigt sich aufgrund seines Flächenlayouts als einziger mit effektivem Erweiterungspotential. Der Kanton gibt Empfehlungen in Form von Raumbedürfnissen und Raumflächen ab. Mit diesen hat die Schulführung bislang gearbeitet und die entsprechenden Raumkonzepte und Flächen in die «schulische Bestellung» eingeplant. Selbstredend, dass zu einem weiteren Zeitpunkt Planungsprofis miteinbezogen werden müssen, die Erfahrung mit der Planung entsprechender, komplexer Bauten haben. Ebenso muss Klarheit darüber bestehen, wie die architektonische Planungsphase bspw. mittels Einladungsverfahren oder ausgeschriebenem Wettbewerb mit einer unabhängigen Fachjury erfolgen soll.

 

Transparenz und Information

Es ist den Behörden der Gemeinde Seuzach ein grosses Anliegen, die Einwohnerinnen und Einwohner laufend über die nächsten Schritte zu informieren und die Bürgerinnen und Bürger bis zum Spatenstich und der Eröffnung des Bauwerks auf die lange Reise mitzunehmen. So sollen möglichst alle bestehenden wie auch die neueren Informationskanäle zur Information der Bevölkerung genutzt werden. Auf die Durchführung von Informationsveranstaltungen wird dabei besonders grosser Wert gelegt. Es ist noch ein langer Weg bis irgendwann das rote Band des neuen Schulhauses Rietacker Seuzach durchschnitten werden kann und es wird in der Zwischenzeit noch viel Wasser de Chrebsbach hinunterfliessen. In ihrem Schlussvotum gab Gemeindepräsidentin Katharina Weibel ihrer Freude Ausdruck, dass spürbar Schwung ins wichtige Projekt gekommen sei und nun eine spannende und herausfordernde Zeit vor uns allen liege. Packen wir es mit Freude an! Gemeinsam wollen wir uns nun in den Behörden im engen Schulterschluss mit der Bevölkerung für dieses Grossprojekt einsetzen, stets mit dem Fokus auf das Wohl unserer Kinder, den jüngsten Seuzacherinnen und Seuzachern.

 
Gemeinderat und Primarschulpflege

 



Datum der Neuigkeit 4. Feb. 2022
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