Themen

Ausgangslage

Ausschreibung

Kooperation und weiteres Vorgehen

Perimeter

Zeitplan

 

 

Ausgangslage

Die Gemeinde Seuzach betreibt seit mehr als 15 Jahren einen Wärmeverbund mit einem eigenen Wärmeverteilnetz. Dieser versorgt einen grossen Teil der gemeindeeigenen Liegenschaften sowie private Haushalte mit Energie für Heizung und Warmwasser. Das bestehende Wärmeverteilnetz ist auf ein Quartier nördlich des Gemeindehauses beschränkt. Sowohl das bestehende Wärmeverteilnetz als auch die Heizzentrale haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht und lassen keinen weiteren Ausbau zu. Zudem bieten die vorhandenen Räumlichkeiten der Heizzentrale keine Möglichkeit für eine Erweiterung. Unabhängig davon steht die bestehende Heizzentrale in den kommenden Jahren ohnehin zur Erneuerung an.

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Neuanschlüssen kontinuierlich gestiegen. Der Wärmeverbund steht daher vor der Herausforderung, zu beurteilen, ob ein Ausbau des Wärmeverteilnetzes und der Heizzentrale technisch realisierbar und wirtschaftlich tragbar ist.

Nach eingehender Prüfung verschiedener Lösungsvarianten hat sich die Zusammenarbeit mit einem leistungsfähigen Energieversorger als zweckmässigste Lösung erwiesen.

Fernwärmenetz Seuzach

 

Ausschreibung

Zur Weiterentwicklung des Wärmeverbunds hat die Gemeinde Seuzach im Jahr 2024 eine Ausschreibung für die Zusammenarbeit mit einem Energieunternehmen durchgeführt. Ziel war es, einen strategischen Partner zu finden, der den Wärmeverbund idealerweise übernehmen und langfristig weiterentwickeln kann.

Nach der Auswertung der eingegangenen Angebote konnte im Jahr 2025 mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) ein geeigneter Kooperationspartner gefunden werden. EKZ ist einer der grössten Energiedienstleister in der Schweiz und verfügt als Betreiber von über 40 Wärmeverbünden über grosse Erfahrung in der Wärmeversorgung. Im Anschluss prüften beide Parteien die technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen eingehend.

Anfang 2026 konnten die Eckpunkte der Zusammenarbeit festgelegt und damit ein erster Meilenstein für die Kooperation erreicht werden.

 

Kooperation und weiteres Vorgehen

Die Gemeinde Seuzach und EKZ prüfen zusammen die Erneuerung der bestehenden Energiezentrale und die Erweiterung des Wärmeverbundnetzes.

Die bestehende Energiezentrale an der Strehlgasse ist ein wichtiger Bestandteil der lokalen Wärmeversorgung in Seuzach. Damit der Wärmeverbund auch künftig zuverlässig und effizient betrieben werden kann, sollen nun die Grundlagen für eine mögliche Erneuerung der Anlage erarbeitet werden.

Im Rahmen der Studie prüft EKZ die bauliche Machbarkeit, die zu erwartenden Kosten sowie die Bewilligungsfähigkeit vertieft ab. Die Machbarkeitsstudie soll zudem aufzeigen, wie die Anlage technisch, wirtschaftlich und ökologisch weiterentwickelt werden kann. Gleichzeitig finden Abklärungen statt, ob innerhalb des bestehenden Versorgungsperimeters weiteres Interesse an einem Anschluss an die Fernwärme besteht. Damit erhält die Gemeinde eine fundierte Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Fällt die Studie positiv aus, beabsichtigt die Gemeinde Seuzach, den Wärmeverbund und deren Anlagen an EKZ zu veräussern und die Erneuerung der Anlage gemeinsam mit EKZ umzusetzen.

Eine erneuerte Energiezentrale kann dazu beitragen, die Wärmeversorgung in Seuzach ressourcenschonender, effizienter und klimafreundlicher zu gestalten. Durch eine optimierte Betriebsweise und den Einsatz geeigneter Energieträger können fossile Energien reduziert, CO2-Emissionen gesenkt und die lokale Versorgungssicherheit gestärkt werden.

 

Perimeter

Zeitplan

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden für Ende November erwartet und bilden die Grundlage für die nächsten Schritte. Über das weitere Vorgehen informiert die Gemeinde zu gegebener Zeit.